UEF-Präsident Sandro Gozi zu Gast bei der Europa-Union Berlin

Sandro Gozi, der im November 2018 als Nachfolger von Elmar Brok zum Präsidenten der Union Europäischer Föderalisten (UEF) gewählt worden ist, diskutierte am 21. Februar 2019 mit den Mitgliedern des Vorstands der Europa-Union Berlin (EUB) über die Ziele und Möglichkeiten des europäischen Dachverbandes und über die europapolitische Situation in Italien. uropäischen Dachverbandes und über die europapolitische Situation in Italien.

 

Gozi betonte die Bedeutung der Zivilgesellschaft in der Europapolitik und unterstrich sein Ziel, Europaverbände auch in den vorwiegend mittel- und osteuropäischen Ländern, in denen sie bisher noch sehr schwach sind, zu gründen und deren Entwicklung nach Kräften zu unterstützen. In Länder wie Polen und Ungarn sei es wichtig, die proeuropäischen Kräfte zu fördern. Die Europawahl im Mai 2019 sei eine Richtungsentscheidung, ob der Einigungsweg erfolgreich fortgesetzt werde oder ob die europafeindlichen Kräfte die Oberhand gewönnen. Für die europäischen Föderalisten gelte es, sich für eine hohe Wahlbeteiligung einzusetzen und die falschen Argumente der Populisten zu widerlegen. Bezüglich der Situation in seinem Heimatland Italien sagte Gozi, die Menschen dort seien keineswegs europafeindlich, sondern von der EU enttäuscht und desillusioniert, da sie sich in der Migrationsfrage und auch bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit  im Gefolge der Wirtschaftskrise im Stich gelassen fühlten. Hier müsse die EU solidarischer werden.

 

Seinen Berlin-Besuch hat Sandro Gozi auch dazu genutzt, mit Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, in der Kommissionsvertretung am Pariser Platz über die Rolle der Zivilgesellschaft in Deutschland und Europa zu diskutieren.

 

Text: Otto Schmuck

Foto: Anne Freidank

 

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